Zöllner
Zur Person
Mein bisheriges Leben  1965 * Aufgewachsen bin ich in Halle/Saale, war Bandenmitglied in den Hinterhöfen der  Stadt und musste Sonntags immer mit meinem Cello in der Kirche bei meinem  Vater (Kantor) zum Gottesdienst mitspielen.  Dieses Spannungsfeld hat mich sehr geprägt. Meine tiefe Verehrung gilt einem gewissen Fräulein Müller, die jahrzehntelang  mit unermüdlicher Energie und vor allem nie endender Freundlichkeit, ja  Fröhlichkeit, ganzen Legionen von Kindern in der Gemeinde  das Singen,  Notenlesen, Flötespielen und die Freude an der Musik vermittelte. Ein Glücksfall  Konservatorium, Theorieunterricht und Kompositionsunterricht in der  Kinderklasse bei H. J. Wenzel, einem echten Komponisten, der mir den Horizont  erweiterte und Mut machte, vertrautes Terrain zu verlassen. Ich begann Beethoven zu hören 1977 der Umzug nach Dresden, zuerst mit vielen Tränen  Die Spezialschule für Musik (Cello) war in mehrerer Hinsicht ein Glück: Eine  Insel, ein geschützter Ort für Kinder aus kirchlichem Elternhaus zu DDR  Zeiten.... auf einmal viele Gleichgesinnte, Freunde (z.T. bis heute)  Ich kaufte mir ein Schlagzeug.  Das Studium in Dresden bei dem legendären Herrn Hammer, der mich alle  Tricks lehrte, und mich nicht unter Druck setzte, obwohl ich nicht sehr fleißig war  (vorsichtig ausgedrückt).  Er hat gesehen und verstanden, dass meine musikalischen Interessen über das  Cello hinausgingen. Gründung der Band „Absalom“ instrumental art rock. „Der erste Versuch, alles  anders und alles besser zu machen“ (Zitat meines Vaters) Eigene Kompositionen für die Band und Heraushören von Titeln meiner  Lieblingsbands (Genesis, Yes, Pink Floyd etc.) 
Begegnung mit der sogenannten Kaffeehausmusik, Salonmusik, Schlager der20-ger Jahre, oft belächelt, musikalisch immer  unterschätzt, eine Liebe, die bis heute anhält. Erste „Muggen“ damit bei der Tanzstunde der Christengemeinschaft aus alten Noten. Klavier, Gesang, Schlagzeug, ich am Kontrabass  mit einer zusammengeknoteten G-Saite....   Daraus entstand die Band „Klumpung“, aus der dann später „Das Blaue Einhorn“ erwuchs. (s.u.) Einige Zeit regelmäßig Salonmusik-Trio-Muggen (Klav, Vl, Vc) im Cafe „Pöppelmann“ im Hotel Bellevue.  Das hat mir sehr viel Spaß  gemacht.  1986 nach dem Studium war ich Cellist im Philharmonischen Orchester in Cottbus. Dort habe ich viel Repertoire kennengelernt.  (Oper, Operette, Sinfoniekonzerte) Im Oktober 1989 wurde ich eingezogen und erlebte die Wende als Bausoldat hinter dem Stacheldrahtzaun der Baracken in der  Chemiefabrik Wolfen. Aber das ist eine extra Geschichte...  Da ich in Cottbus nicht altern wollte, bewarb ich mich in Dresden um die Stelle eines Schauspielmusikers am Staatsschauspiel  Dresden, wo ich mehrere Jahre (1990-1995) die ungefilterte Theaterluft schnuppern konnte und mich als Musiker in Flexibilität üben  konnte und auch einige Bühnenmusiken komponierte, bzw. produzierte. Bis heute spiele ich dort ab und zu als Gastmusiker  Theatermusik.  Ich lernte Geigespielen, indem ich als Cellist die Geige wie ein kleines Cello vor dem Bauch spielte, weshalb dann der Begriff:  „Bauchgeige“ aufkam. Als sogenannter Bauchgeiger spielte ich von ca 1993 bis 2013 bei der Gruppe „Das Blaue Einhorn“  Weltmusik: Klezmer, Tango, Fado, Folklore etc., wobei ich die letzten 6 Jahre an meinem Lieblingsinstrument, dem Kontrabass  zugange war, da der Supergeiger Florian Mayer zu uns gestoßen war. Seit dem Jahr 2001 arbeite ich außerdem als Musiklehrer am Ev. Kreuzgymnasium in Dresden, wo ich mehrere Klassen im Fach  Musik unterrichte und zwei Schulorchester leite, aus deren Proben ich zwar schweißgebadet, aber auch höchst beseelt herausgehe. Da Das Blaue Einhorn sich im November 2013 aufgelöst hat, habe ich nun die Möglichkeit, wieder neue Wege einzuschlagen, neue  Dinge kennenzulernen und neue Projekte auszuprobieren. Da freue ich mich schon z. B. auf die Zusammenarbeit mit der Sängerin  Noemi la Terra, deren Wurzeln  in Sizilien liegen, darauf, bei Jürgen Karthe immer mal mit meiner verbeulten Tuba argentinischen  Tango spielen zu dürfen, oder mal wieder mit meinem Barockcello schöne Continuo - Erlebnisse zu haben. Ich bin gespannt....  Durch meine verschiedenen musikalischen Projekte, die ich auch oft mit Notenmaterial versorgen muss, habe ich noch eine  Nebentätigkeit, die leider viel Zeit beansprucht, aber auch sehr viel Spaß macht, nämlich das Arrangieren bzw. Erstellen von Noten   für verschiedene Gelegenheiten. Ich arbeite nun schon seit einigen Jahren eng mit dem Komponisten, Arrangeur und Produzenten  Sven Helbig zusammen, für den ich inzwischen für etliche seiner Orchestrierungen bzw. Kompositionen z.B. für die Pet Shop Boys,  Rammstein, Polarkreis 18, Apocalyptica und seinen eigenen „Pocket Symphonies“, das Notenmaterial hergestellt habe. Außerdem hatte ich die Ehre, für das Fauré Quartett einige Stücke zu arrangieren bzw. zu bearbeiten, z.B. die Wesendonk Lieder (R.  Wagner) und einige Lieder von Richard Strauss und Gustav Mahler, und ein Stück ihrer Platte „Pop Songs“ Ich wollte mich eigentlich kürzer fassen. Das ist mir nicht richtig gelungen, da mein Leben doch sehr reich und voll war und ist, und  das ist schön. Dietrich Zöllner 
Dietrich Zöllner am Bass
Dietrich Musiker - Arrangeur - Lehrer Dietrich Zöllner Musiker - Arrangeur - Lehrer